Brennpunkt Fenster

Schießscharte oder Wärmebrücke - Schwitzkasten statt Haus - Teures Design, schlechte Dämmwerte

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Typische Fehler bei Fenstern - Gute Fenster können - Energiebilanz des Bauteils Fenster

Vom Standpunkt der Wohnqualität und Energieeffizienz sind Fenster neben der Heizung die kritischsten Bauteile des Hauses.

Gute Fenster, intelligent geplant und eingebaut, bringen Licht, Wärme und Lebensqualität ins Haus.
Falsche Anordnung und Größe, Aufbau und Einbau der Fenster können die Wohnqualität beeinträchtigen, sogar die Gesundheit beeinträchtigen und den Energieverbrauch des Hauses erheblich belasten.

Dabei existiert nur ein schwacher Zusammenhang zwischen den Kosten und der Energieeffizienz eines Fensters!

Gleichzeitig sind Fenster für die Wohnqualität mit die wichtigsten Bauteile des Hauses
Sie schaffen Ausblick auf die Welt um uns herum
Durch sie gelangt Licht und Sonnenwärme in den Raum
Sie sind wichtige gestalterische Elemente
und sie repräsentieren den Status der Bewohner - je größer die Glasflächen, desto wohlhabender.

 

Erstaunlicherweise ist die erforderliche Sachkenntnis bei Fensterbauern wie Architekten wenig verbreitet. So bleibt der größte Teil heute eingebauter Fenster wärmetechnisch weit hinter dem Möglichen zurück. Und wegen Unkenntnis von Bauherren und Handwerkern sowie falscher Wohnungspolitik (die Heizkosten trägt der Mieter!, die Sanierungskosten der Vermieter) wird heute noch Technik von vor 10 Jahren verbaut.

Typische Fehler bei Fenstern

Die folgenden Baufehler werden in der Sanierung bei Fenstern fast duchweg begangen:
- Falscher Einbau - fehlende oder mangelhafte Laibungsdämmung!
- Viel zu viel Rahmenanteil am Fenster - zu hohen Baukosten und auf Kosten von Licht und Sonnenwärme
- Schlechte Fensterrahmen - zu Lasten von Heizkosten, Komfort und Gesundheit!
- Schlechter Glasrandverbund - zu Lasten von Heizkosten, Komfort und Gesundheit!
- Dichte Fenster - Als unkritisch aus der Passivhausszene übernommener Teil eines Luftführungskonzepts sparen sie in der Realität keine Energie, führen leicht zu Schimmelschäden!
- Billige Verglasung - zu Lasten von Energieverbrauch und Komfort!
- Falscher Umgang mit der Wärmequelle Sonne!

 

Gute Fenster können

- verzichten auf unnötige Rahmen. Sprossen, Querholme ("Kämpfer") werden soweit als möglich weggelassen, wenn gestalterisch erforderlich werden Sprossen aufgesetzt oder im Glas integriert. Muss ein Fenster nicht aus technischen Gründen geöffnet werden, kann der entsprechende Fensterflügel entfallen. Das spart Energie und Baukosten.
- sind heute dreifachverglast, selbstverständlich mit infrarot-verspiegelten Gläsern. Dies geht auch bei Sanierungen Ohne Austausch der Rahmen!
- haben "warme Kanten", also Glasrandverbund  aus schlecht wärmeleitenden Werkstoffen wie Butyl oder Edelstahl
- haben gut gedämmte Laibungen
- sind gegen übermäßige Sonneneinstrahlung - v.a. im Sommer - durch konstruktive Verschattung, mindestens durch Jalousien oder Rollläden geschützt

 Die Energiebilanz des Bauteils Fenster:

Die bestimmenden Anteile für den Energieverbrauch eines Fensters sind unten und in der nebenstehenden Skizze  angeführt.
War früher das Glas der energiemäßig schlechteste und teuerste Teil eines Fensters, so sind heute der Rahmen, der Glasrandverbund und die Fensterlaibungen hauptsächlich ausschlaggebend für die Energieverluste eines Fensters. Die folgenden Links beschreiben, wie die einzelnen  Komponenten zusammenwirken und worauf zu achten ist.
 
Ziffer_1.gif
  

Rahmen

Ziffer_2.gif

Glasrand,

Ziffer_3.gif
  

Laibungen,

Ziffer_4.gif
  

Glas (Wärmeleitung),

Ziffer_5.gif
  

Glas (Wärmeabstrahlung),

Ziffer_6.gif
  

Dichtheit bzw. Luftzug

 

Wärmequelle Sonne

      
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