Kellerheizung statt Solarwärme

Die mangelhafte Wärmedämmung von Solarwärmeanlagen verursacht hohe Wärmeverluste - auch wenn die Sonne keine Wärme liefert. Damit wird der Nettoertrag der Solarwärmeanlage verringert - oft verbraucht die Anlage mehr Heizwärme, als sie von der Sonne gewinnt!

Solarwärmeanlagen sind sehr populär, sie gelten als Musterbeispiele für effektive Nutzung erneuerbarer Energien. Das "Erneuerbare Energie Wärme Gesetz" definiert sogar eine bestimmte Größe der Anlage, mit der die Forderung nach Nutzung eines bestimmten Mindestanteils Erneuerbarer Wärme erfüllt wird.
Weitgehend übersehen wird dabei, dass nur sehr sorgfältig montierte Anlagen in der Lage sind, das Ziel tatsächlich zu erfüllen. In der Mehrzahl der realisierten Anlagen bedeuten diese rausgeworfenes Geld...

Unterschätzte Wärmeverluste von Leitungen

Auch Wärmeleitungen für Heizung und Warmwasser sind Heizflächen. Wie groß die Wärmeverluste durch ungedämmte, aber auch gedämmte Leitungen (letztere in geringerem Maß) sind, dessen sind sich die wenigsten Nutzer bewusst.

So entspricht beispielsweise der Wärmeverlust einer Handteller-großen Oberfläche einer Warmwasserleitung bei ganzjährig 60°C Temperatur einem Heizölverbrauch von 3 l Heizöl!!!

Ein ungedämmter Meter einer typischen Warmwasserleitung (22 mm Cu) entspricht also einem Wärmeverlust von 23 Litern Heizöl!

 
Bierdeckel_V2.png
   
Das nebenstehende Bild zeigt ein Beispiel einer Solar-Installation, wie sie leider in der Praxis sehr häufig anzutreffen ist. Die vom Solar-Pufferspeicher abgehenden Warmwasserleitungen sind völlig ungedämmt, ja sogar die Oberseite des Stahlkessels ist im Gegensatz zu den Wänden völlig ungedämmt. 130325_Solarpuffer-1_Real_Klein.jpg

 Die Thermografie bestätigt den Eindruck der Besichtigung:
hier geht eine Menge Wärme verloren - über die ungedämmten Leitungen wie auch über die ungedämmte Oberseite des Pufferspeichers.

Diese Solarinstallation ist komplett unsinnig!

 

130325_Solarpuffer-1_IR.JPG