Die verwendeten Leitungen und ihre Eigenschaften:
- Geschweißte Stahl-Doppelrohre mit ausreichender PU-Umhüllung (PU: Poly-Urethan-Schaum). Sie haben durch die Doppelrohr-Konstruktion sehr gute Wärmedämm-Eigenschaften (quasi halbe Wärmeverluste von Einzelleitungen). Aber sie sind auch recht teuer, sowohl im Preis als auch in Logistik und Verlegung.
Denn: Diese Leitungen sind steif und werden in Standardlängen (6 m) vorisoliert geliefert, müssen sorgfältig verlegt werden, jede Stoßstelle, jede Biegung muss separat und spannungsfrei modelliert, verlegt und verschweißt werden. Dann müssen die Stoßstelle an Ort und Stellen nachgedämmt werden. Wegen der vielen bereits im Boden liegenden Leitungen (Wasser, Abwasser, Strom, Telekom, Kabel-TV), ist die Verlegung aufwändig und teuer. All die bereits vergrabenen Leitungen müssen anhand alter Pläne und vorsichtiger Grabung arbeitsintensiv aufgespürt und umgangen werden.
Und: die Dämmwirkung der PU-Umhüllung lässt im Laufe der Jahre nach. Das heiße Wasser wird nämlich bis 100°C heiß hindurchgepumpt; schließlich soll der letzte Zipfel im Dorf mit heißem Wasser erreicht werden. Man rechnet bei optimaler Auslegung mit Wärmeverlusten von 13% bezogen auf die an die Verbraucher abgelieferte Wärme.

- Flexible PE- (oder PU-) ummantelte Kunststoff Doppel- und Einzelrohre (PE: Poly-Ethylen): Ihre Wärmedämm-Eigenschaften sind eher schlecht. Dennoch sind sie beliebt, denn sie sind kostengünstig und  leicht zu verlegen. Da sie flexibel sind können sie "auf der Rolle" geliefert werden, was Transportkosten erheblich reduziert.
Allerdings sind "wegen der Rolle" die Leitungsdurchmesser begrenzt (ca. 20 cm incl. Dämmung), ebenso die Dämmstärken. Insbesondere muss bei größeren Leitungsquerschnitten auf Einzelrohre ausgewichen werden, was die Verluste gegenüber Doppelrohren verdoppelt.
Auch ist die Lebensdauer der Kunststoffrohre bei den hohen Temperaturen eingeschränkt